DNF vs DNS

Es war ein Podcast der mich diesmal zum Nachdenken gebracht hat:

In dem Interview mit Elizabeth Gilbert spricht Laura Malina Seiler über den New Yorker Marathon. Wie auch bei uns, werden am Tag nach dem Marathons alle Mitläufer und ihre Zeit in der Zeitung aufgelistet. In der New York Times wird unterteilt zwischen den Menschen die das Ziel erreicht haben und in die DNFs – did not finish.
„Es sind jedes Jahr hunderte Menschen die das Ziel nicht erreichen. Und zur „Demütigung“, werden sie auch noch aufgelistet“ – besprechen sie im Interview. Da sagt Elizabeth etwas sehr wertvolles: es sind nicht diejenigen, die es nicht geschafft haben, die sich schlecht fühlen müssen. Da draußen gibt es noch Tausende einer anderen Kategorie – und zwar die DNS – did not start.

Ich fand dieses Aussage so kraftvoll, dass ich unbedingt einen Beitrag darüber schreiben musste. Denn sie hat absolut recht:
Es ist so viel besser etwas zu starten und das Ziel nicht zu erreichen, als es überhaupt nicht zu versuchen.

Warum ist es wertvoll etwas zu versuchen ohne ins Ziel zu kommen?

1. Gehst du ja nicht davon aus, dass du das Ziel nicht erreichen wirst. Es ist immer wichtig, sich das Erreichen des Vorhabens auch wirklich vorstellen zu können. Ansonsten wird es schwierig die Motivation aufzubringen zu starten und weiterzumachen.

Aber nehmen wir an du startest etwas und erreichst das gewünschte Ziel nicht. Das sollte kein Anlass sein sich schlecht zu fühlen. Du hast nichts falsch gemacht. Denk nur an die Trainingszeit zurück:
Es war doch ein unglaublich gutes Gefühl das Vorhaben zu starten, oder?
Haben dich die Einheiten die du dafür gearbeitet etwas gelehrt? Bist du dadurch gewachsen?

Meiner Meinung nach ist das Leben dafür da jeden Tag zu lernen und zu wachsen um jeden Tag eine bessere Version seiner selbst zu werden.
Manchmal kann man nur wachsen indem man seine Komfortzone verlässt.

Anhand eines Beispiels wird das um einiges deutlicher:

Werde jeden Tag eine bessere Version deiner Selbst

Beispiel

Nehmen wir an du willst eben einen Marathon bestreiten. Wenn du einen Marathon laufen willst, dann musst du trainieren. Du beginnst etwa ein Jahr zuvor längere Strecken zu laufen. Dabei musst du nicht nur deinen Körper an die lange, intensive Laufeinheit gewöhnen, sondern musst auch den Geist lernen die Stunden die du dafür brauchst motiviert zu bleiben.
Du entwickelst Rituale und Routinen – was funktioniert besser, was schlechter. Wie wärs wenn du mit Musik läufst? Oder mit einem Podcast? Geht es dir persönlich besser wenn du während dem Laufen gedanklich über Gott und die Welt philosophierst oder wenn du dich mit einer Freundin / einen Freund über geschehenes austauscht?

Dein Körper gibt dir jedes mal nach oder beim Laufen Hinweise durch Schmerzen aber auch durch Glückgefühle. Deine Füße sagen dir, wann es zeit wird eine Pause einzulegen und dein Magen welches Essen du dir vor der Einheit sparen solltest.
Du lernst ganz anders auf deinen Körper zu hören – ihn zu fühlen.

Und am Ende hast du sehr viel über dich selbst gelernt.

Natürlich wäre es jetzt noch fantastisch, das Training mit einem Ziellauf beim Marathon zu krönen.
Aber auch wenn nicht – war es nicht viel besser ein DNF zu sein als ein DNS?

War es nicht viel besser ein DNF zu sein als ein DNS?

Dieses Beispiel lässt sich auf so viele Lebenssituationen ummünzen. Sei es ein Abnehmprozess, ein Unternehmenswechsel, ein DIY-Projekt oder andere sportliche Ziele. Jedes mal, wenn du etwas beginnst, wirst du über dich lernen – und es wird dich weiterbringen. Weil du am Ende mehr über dich selbst weißt, als wenn du nie gestartet wärst.

Dieser Beitrag soll nicht dazu führen, dass du jetzt viele Sachen beginnst, die du nie zu Ende bringst. Es soll dich motivieren und dir einen Schups geben um die Hemmschwelle etwas zu starten etwas zu sinken. 🙂

Ich persönlich war früher auch ein DNS-Typ. „Ich probiere es lieber erst gar nicht, was ist wenn ich scheitere“!
Wenn ich dir etwas mitgeben will, dann ist es folgendes: Das Leben macht so viel mehr Spaß, wenn man es wirklich anpackt und (fast) jede Gelegenheit nutzt etwas zu beginnen.

Und wenn du schon dabei bist, du es aber nicht alleine schaffst, dann suche dir Hilfe um die letzten Meter gemeinsam zu gehen:

-> nur weil ein erfahrener Marathonläufer dich die letzten Meter gepusht hat, heißt es nicht dass du das Ziel nicht selbst erreicht hast

Also: starte jetzt, nutze jede Gelegenheit die dich inspiriert, lerne über dich und das Leben und im besten Fall: erreiche dein Ziel, mit oder ohne Hilfe

Wenn du Unterstützung möchtest

  • um dein Selbstwertgefühl aufzubauen
  • dich mit dir zu verbinden
  • deine Ziele zu erreichen
  • dein Leben voll und ganz auszuschöpfen
  • um dich in deinem Körper wieder wohl zu fühlen

dann melde dich einfach bei mir! Ich gehe die Reise gerne mit dir 🙂

KOSTENLOSES GESPRÄCH VEREINBAREN

Weil du es dir Wert bist.

Xx Lisa