Aber klar, es ist einfacher die Schuld abzugeben. Wenn das Selbstbewusstsein nicht mehr zu ändern ist, dann muss man sich um nichts mehr kümmern. Wenn etwas nicht so klappt wie man es wollte, dann schiebt man es gerne darauf, dass man eben kein Selbstbewusstsein hat und badet im Mitleid der anderen. VORSICHT! Damit gibt man die Verantwortung über sein eigenes Leben ab. Sollte also dieser Gedanke auch bei dir hin und wieder aufkommen, dann ist es ganz wichtig diesen Blogpost zu lesen um diesen Irrtum ein Ende zu setzen." />
Ich war lange der festen Überzeugung, dass es stimmt:
Es ist unvorstellbar, dass ich mich so lange diesem Glaubenssatz zufrieden gegeben habe.
-> Aber klar, es ist einfacher die Schuld abzugeben. Wenn das Selbstbewusstsein nicht mehr zu ändern ist, dann muss man sich um nichts mehr kümmern.
Wenn etwas nicht so klappt wie man es wollte, dann schiebt man es gerne darauf, dass man eben kein Selbstbewusstsein hat und badet im Mitleid der anderen.
VORSICHT! Damit gibt man die Verantwortung über sein eigenes Leben ab.
Sollte also dieser Gedanke auch bei dir hin und wieder aufkommen, dann ist es ganz wichtig diesen Blogpost zu lesen um diesen Irrtum ein Ende zu setzen.
Diese Aussage „Selbstbewusstsein hat man oder hat man nicht“ setzt 2 Denkweisen voraus:
Wir kommen völlig „nackt“ auf die Welt. Ohne Gedanken ob wir gut oder böse, schön oder hässlich, schlau oder dumm sind. Und das ist etwas sehr wertvolles! Aber wir beginnen schnell Eindrücke aufzusaugen wie ein Schwamm.
Im Laufe unseres Lebens werden wir geprägt, durch Erfahrungen und durch Menschen die uns begleiten.
Sind wir generell von selbstbewussten Menschen umgeben so ist es für uns auch selbstverständlich ohne Angst durchs Leben zu gehen.
Bei mir war es leider anders. Mein großes Vorbild, meine Mutter, hatte immer mit ihrem Selbstbewusstsein zu kämpfen. Es war ganz normal, dass sie sich schlecht machte, andere empor hob und sich immer mehr zurückzog. Ich verurteile sie nicht! Sie hatte eine schlimme Kindheit und dadurch wurde sie geprägt.
Es war für mich schnell normal, dass man an seinem eigenen Selbstbewusstsein nagt. Dazu kam dass ich zwei größere Schwestern habe, die aus meiner Sicht immer alles perfekt machten. Sie hatten gute Noten, sehen gut aus und sind gut in dem Sport den sie lieben. Meine Schulkarriere startete eher mittelmäßig bis schlecht. In der 2. Klasse Gymnasium musste ich die Schule verlassen, weil ich in Mathematik und Englisch durchgeflogen bin. Ich war zwar immer sportlich, hatte aber immer einen kleinen Bauch, wegen dem man mich oft aufzog. (Kinder können sehr gemein sein!!!) Mein Selbstbewusstsein sank gegen 0.
Ich hab mich aber schulisch sehr schnell erholt. Ich lernte Mathematik zu lieben und verstand es schnell und effektiv zu lernen. Ich begann mit einem Sport den ich liebte (das Tanzen) und worin ich auch gut war.
Aber ich habe nie gelernt an meinem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Ich setzte darauf, Lob und Anerkennung zu kassieren und das kostete mir sehr viele Freunde
Im Studienalter hatte ich (im Nachhinein betrachtet) ALLES. Ich sah gut aus, tat mir leicht mit dem Studium, tanzte Meistenschaften in HipHop und meine Familie stand immer 100% hinter mir. Weil aber mein Selbstbewusstsein im Keller war, suchte ich die Anerkennung meiner Mitmenschen. Für mich war es normal, dass ich mich selbst runterzog und mich andere pushen mussten. Wenn wir z.B. eine Klausur hatten, dann war ich immer sehr nervös. Meine Studienkollegen empfanden das als arrogant, weil sie im Endeffekt wussten, dass ich wieder brillieren würde. Durch mein mangelndes Selbstbewusstsein sah ich das aber anders. Es war keine gespielte Nervosität – ich habe nur nie so an mich geglaubt wie meine Mitmenschen.
Jahre später blicke ich auf diese Zeit zurück und schüttle den Kopf. Ich hätte so viel anders machen können. Ich habe mich immer auf mich konzentriert, weil ich Angst hatte, dass ich es nicht schaffe. Fakt ist, wenn man selbst kein Selbstbewusstsein hat, kann man auch schwer für andere da sein. Und dadurch verliert man Freunde.
Seit dem ich das begriffen habe, dass ich für andere eigentlich eine Last bin, wollte ich mein Selbstbewusstsein aufbauen. Ich wollte der Mensch werden, der anderen helfen kann und nicht der Mensch sein der immer Hilfe braucht.
Mit diesem Wissen, dass ich nicht mehr so sein will, startete ich eine Reise zu mehr Selbstbewusstsein. Ich las Bücher, hörte Podcasts und meditierte. Aber am meisten half es mir Leute zu beobachten. Wenn ich mit Freunden unterwegs war oder Bekannte getroffen habe, dann analysierte ich im stillen. Ich fand für mich heraus wie ich sein möchte und wie andere mich sehen sollen.
Und dann begann ich zu lernen. Mit Worksheets, Anleitungen und den richtigen Tipps.
Und hier ist die Quintessenz dieses Beitrages:
Es war eine so schöne Reise und ich bin noch nicht am Ende. Mit jedem neuen Eindruck und neuen Erfahrungen die ich mache, lerne ich. Aber ich gehe heute ganz anders auf Leute zu. Sie müssen mich nicht mehr pushen, aber ich kann ihnen helfen, ein glücklicheres Leben zu führen. Ich gehe ohne Angst durch die Welt und kann sie dadurch ganz anders wahrnehmen.
Mein Appell an dich: Lerne aus meinen Fehlern! Es ist nie zu früh und nie zu spät damit anzufangen 🙂
Geh deinen Weg ab sofort mit einem gestärkten Selbstbewusstsein weiter.
Es ist der schönere Weg, glaube mir!
Weil du es dir Wert bist.
Xx Lisa